Geburtshaus München

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Am 11. Oktober 2014 hat die 20-Jahr-Feier des Geburtshauses München stattgefunden. Hier einige Eindrücke davon.

Die folgenden Tipps sind für alle gedacht, die einen meiner Geburtsvorbereitungskurse besucht haben und eine Wiederholung des Erlernten benötigen.

Warum ist der Schmerz bei einer Geburt wichtig?

Da gibt es natürlich unterschiedliche Meinungen. Wissenschaftlich erforscht sind aber nur die Wirkung von Hormonen auf den Geburtsverlauf.

Oxitocin: das inzwischen berühmt gewordene Kuschelhormon, Bindungshormon und Hormon zur Verbesserung von Vertrauen zwischen Geschäftspartnern*. Es sorgt für die Kontraktion der Gebärmutter. Diese Wehen sind ja die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Geburt.

Ohne Oxitocin läuft nichts im Menschenleben, was mit Sex haben, Orgasmus, Vertrauen haben, sich geborgen fühlen, sich entspannen können und eben das großartige Erlebnis: Ein Kind gebären zu tun hat.

Wir sollten uns also darum kümmern, eine große Dosis davon zu bekommen.

Ach so, für die ganz Ungeduldigen: Ja, das gibt’s auch als Medikament. Synthetisches Oxitocin wird in der Klinik bei Wehenstillstand oder einem zu langen Geburtsverlauf in die Vene der Gebärenden gespritzt. Häufig führt das zu einem enormen Anstieg von Wehen.

Wohl der Frau, die dann eine liebevolle Begleitung hat!

Besser scheint es zu sein, wenn die Gebärende ihr Oxitocin selbst bilden darf. Dann steht es ihr nämlich auch im Gehirn zur Verfügung. Dort entfaltet es ja die Hauptwirkung und spielt zusammen mit einem anderen frohen Botschafter des Glücks, dem Endorphin eine geniale Symphonie, die dem ganzen Riesenstress der Geburt etwas entgegensetzt: Das Erlebnis von Kraft und die Fähigkeit eine körperlich doch großartige Sache zu vollbringen.

Anders gesagt: Der Schmerz einer Geburt setzt eine Stressreaktion in Gang. Adrenalin und Cortisol sind „Angsthormone“. Diese sind nötig, um

  • die Muskel gut zu durchbluten,
  • den Blutdruck zu steigern,
  • die Herzfrequenz hochzujagen,
  • Kraft bereitzustellen - auch nicht schlecht, wir wollen ja ein Kind aus dem Körper herausschieben können!

Nur: Wenn die Angst zu groß ist, der Schmerz als schlimm bewertet wird (Kopfsache?) die körperliche Anspannung sichtbar ist, und die Gebärende sich auch noch unbeschützt fühlt, wird die Angst-Stress-Qual-Kurve viel zu hoch. Dann kann das die Geburt wieder stoppen, der Muttermund öffnet sich nicht, trotz Wehen oder der Verlauf der Geburt rutscht in "Geburtskomplikationen" ab.

Wir brauchen also unseren Cocktail aus Oxitocin, Endorphin und Adrenalin in der richtigen Mischung!

Nur dann können diese Hormone dafür sorgen, dass ein Baby vaginal geboren werden kann, durch eine Vagina rutschen kann, dort seine für die Immunbildung so wichtigen Kontakte mit Milchsäurebakterien haben darf, aus denen es seine Darmflora bildet.

Nur dann können diese Hormone dafür sorgen, dass die Mutter in einem Zustand von Euphorie und Glückseligkeit mit riesigen Pupillen ihren ersten Blick auf das Baby werfen darf, das sie soeben aus Ihrem weichen Körper geschoben hat - eine Flut von Oxitocin sorgt jetzt dafür, dass sie dieses Wesen lieben kann.

Keine Sorge: der Papa kriegt auch eine Dosis Oxi ab. Er muss nur die nächsten Tage viel mit dem Baby schmusen, es riechen und an der Körpervorderseite (Bauch an Bauch...) tragen... und warten, bis durch genug Kniezittern und Blutdruckabfall sein Gebär-Adrenalin wieder abgebaut ist...

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*Aus Wikipedia: Diese Annahmen beruhen auf Experimenten, wie sie von Michael Kosfeld an der Universität Zürich durchgeführt wurden. Kosfeld ließ Probanden ein Investorenspiel mit echten Geldgewinnen durchführen, wobei bei einem Teil der Testpersonen durch ein Nasenspray ein erhöhter Oxytocinspiegel erzeugt wurde. Es zeigte sich, dass die Personen mit einem erhöhten Oxytocinspiegel mehr Vertrauen ihren Spielpartnern gegenüber an den Tag legten

Wann muss ich die Notfallnummer 112 anrufen?

Nur bei einem schwallartigen Blasensprung (viel Fruchtwasser auf einmal tritt aus).

Du wirst dann liegend in die Klinik gebracht. Dort wird per Ultraschall nachgesehen, ob die Nabelschnur des Babys in Sicherheit ist (sie darf nicht mit dem Fruchtwasser nach unten gespült werden). Die Knie-Ellbogen-Lage ist genauso geeignet wie das Hinlegen um einen Nabelschnurvorfall zu verhindern.

Wann muss ich meine Hebamme anrufen?
  • Wenn sich das Baby gar nicht mehr bewegt.
  • Wenn ohne Grund eine vaginale Blutung auftritt, die aus mehr als ein paar Tröpfchen besteht. (Leichte Blutungen nach Geschlechtsverkehr oder Untersuchungen vom Arzt sind aber normal und durch die Stimulation des Muttermundes verursacht.)
  • Wenn Fieber auftritt oder starke Oberbauchbeschwerden, Sehstörungen, Schwindel oder ein starkes „Krankheitsgefühl“ besteht. Bitte folge Deinen Instinkten, wenn Du eine Hebamme brauchst, ruf sie an.
  • Wenn ein Blasensprung vorliegt. Meistens kommt wenig Fruchtwasser aus der Scheide, das Auslaufen lässt sich nicht stoppen, das Fruchtwasser ist alkalisch, das testet die Klinik mit einem Indikatorpapier, das den Säuregrad der austretenden Flüssigkeit anzeigt. Falls es saure Flüssigkeit ist, stammt es eher aus der Harnblase und ist doch eher Urin. Auch die Scheidenflüssigkeit, also der normale Ausfluss, ist sauer, um Bakterien abzuwehren.
Was tun, wenn die Wehen kommen?

Es kommt natürlich darauf an, ob die Schwangerschaft schon die 36. Woche vollendet hat, sodass keine Frühgeburt mehr vorliegt.

Falls also das Baby schon reif ist: freue Dich über die Wehen, denn ein pünktliches Kind ist immer ein Vorteil.

Nachts:

  • Versuche immer wieder einzuschlafen und nütze die Wehenpausen um zu dösen. Es kann ja noch 10 - 20 Stunden oder länger dauern, bis die Pressphase erreicht ist, besonders beim ersten Baby, sodass das Kraftsammeln wichtiger ist als sofortige „Übungen“. Wenn die Geburt sehr schnell sein sollte, ist meistens ein Blasensprung dabei oder die Pausen sind rasch unter 5 Minuten und die Geburt hat dann eine rasche Dynamik, die eine Frau niemals verschlafen kann.
  • Du kannst zur Entspannung Deine Lieblingsmusik hören oder einen schönen Film ansehen! Denk dran: Adrenalin ist der Gegenspieler von Oxitocin, deinem begehrten Wehenhormon. Versuch also, Dich über nichts und niemanden aufzuregen.

Tagsüber:

  • Wenn Du keine innere Ruhe mehr findest und Hinlegen nicht passen sollte, dann beginne mit den Beckenkreisübungen, mache Bauchtanzbewegungen oder gehe ein paar Mal in die tiefe Hocke.
  • Übe den Storchengang (hochziehen der Beine bei jedem Schritt, wenn Du vermutest, dass das Baby noch nicht tief genug im Beckeneingang eingestellt ist).
  • Gehe in die Badewanne und bade ca. 30 Minuten bei 38 – 39 Grad, weil sehr heisses Wasser manchmal belastend auf die Herztöne der Babys wirken kann. Das Baden entspannt Deine Muskulatur und hilft Dir echte Wehen, sie werden dann effektiver, von falschem Alarm, die Wehen hören wieder auf, zu unterscheiden.
  • Beginne mit Deiner Wehenatmung (Einatem kommen lassen, Ausatem verlängern und nach unten schicken).
  • Setze Deine Imagination ein um Dein Gehirn zu entstressen.
  • Nehme die Wehenpause bewusst war ( laut „Pause“ oder „Vorbei“ sagen).
  • Trinke ausreichend und gehe sehr oft auf die Toilette, um Deinen Beckenboden zu entspannen.
  • Meistens kommt auch mit den Wehen Stuhlgang oder sogar Durchfall. Das ist prima, dann ist der Darm leer und Du kannst später ungehindert das Baby rausschieben.
  • Essen und Trinken ist erlaubt. Wenn Du Hunger hast, iss etwas, was Du auch vor einer grossen sportlichen Leistung essen würdest. Denk daran, dass einige Frauen auch zwischen den Wehen zu Erbrechen neigen.
  • Rufe Deine Hebamme an und frage, wann Du kommen sollst.
  • Wenn die Wehen kräftig und die Abstände ca. 5 Minuten sind, kannst Du auch einfach losfahren.
  • Versuche Dich zu freuen, dass Du bald ein Baby in den Armen halten kannst, das hilft, genug Oxitocin = Wehenhormon auszuschütten.

Alles Liebe - Du schaffst das!

Wie kann mein Partner während den Wehen unterstützen?

Ein guter Geburtsbegleiter ist

  • ruhig
  • ausgeglichen
  • geduldig
  • unterstützend
  • liebevoll
  • warmherzig

Er hat keinen Zweifel daran, dass seine Frau die Wehen meistern wird.

Du erkennst Deinen Partner sofort wieder? Dann hat er einen guten Geburtsvorbereitungskurs besucht. Für alle anderen gilt:

  • Dränge Dich nicht auf.
  • Sprich Deine Frau niemals während einer Wehe an, sie konzentriert sich grade auf ihre Atmung, sie hat eine positive Imagination an die sie gerade denkt.
  • Warte bei jeder Frage auf die Wehenpause oder frage am besten sehr selten irgendwas.
  • Störe sie nicht. Lass sie in Ruhe. Fummle nicht unnötig an ihr rum.
  • Wenn sie eine Massage möchte ist die Kreuzbeindruckmassage am besten. Findet raus, ob ihr eine Variante davon besser findet. Siehe Kurs. Übers Becken nach unten Ausstreichen nach der Wehe könnte auch gut tun. Übt das oft, solange Ihr noch keine echten oder noch leichte Wehen habt. Mit Ihr meinte ich Sie.
  • Schicke Sie immer wieder auf die Toilette um die Blase leer zu machen.
  • Finde immer wieder zu anspornenden und positiven Aussagen zurück. In deinen eigenen vertrauten Worten und Formulierungen. Meide „Besserwisserei“ oder „Kritik“. Denk daran, dass das Wehenhormon ein Liebeshormon ist, das auch bei liebevoller Berührung, Massage, Sex ausgeschüttet wird und die Geburt leichter und komplikationsloser machen kann.
  • Humor schadet auch nicht, Du merkst es sofort, wenn Deiner Frau nicht danach sein sollte....ein Versuch ist es wert.
  • Unterstütze Deine Frau in allen Gebärpositionen, die sie einnehmen möchte. Wenn sie liegen will - soll sie liegen. In den ersten Stunden der Eröffnungsphase (Muttermund geht auf von Null auf 9 - 11 cm) der Geburt ist jedoch eine vertikale Haltung oft unterstützender, das Köpfchen des Kindes soll gut auf den Muttermund drücken können.
  • Positionen der Eröffnungsphase waren: stehend, anlehnend, an den Partner hängend, an der Sprossenwand hängend, am Seil festhalten, auf dem Ball sitzend, Mann vorne mit dem Rücken zur Frau (ohne Handy) auf dem Ball sitzend, Mann dahinter (Handy immer noch aus). Später dann Seitlage oder Hocke. Der Vierfüsslerstand ist bei starken Wehen eine tolle Entlastung.
  • Erinnere sie daran, dass sie:
    • die Knie loslässt, leicht beugt.
    • Mund und Kehle locker lässt.
    • Schultern und Nacken entspannt.
    • die Augen schliessen darf, wenn sie sich damit wohl und sicher fühlt.
  • Gib ihr Halt und Sicherheit.
  • Du kannst Ihre Wehenatmung mitatmen, wenn Du das Gefühl hast, dass sie zu schnell atmet.
  • Erinnere sie ab und zu an das Baby.
  • Erinnere sie daran, die Pause zu geniessen.
  • Versprich ihr eine Belohnung, die realistisch ist.
  • Lobe sie, so oft es passt.
  • Schick sie (schon wieder???) zur Toilette.
  • In der Austreibungsphase wird der Mann leider oft beiseite geschoben. Plaziere Dich an der Schulter der Frau und unterstütze die Positionen, die sie einnimmt.
  • Die pure Rückenlage mit Beinen in der Luft beim sogenannten „Pressen wie beim Stuhlgang“ sollte endlich obsolet sein.
  • Halbsitzend mit den Füssen fest auf der Unterlage oder gleich in Seitlage auf dem Kreißbett sind besser. Vierfüsslerstand, Hocke oder Gebärhocker sind eine prima Alternative. Trau Dich, danach zu fragen.
  • Übersetze den Jargon, der nicht passt in eine gute Sprache, die Deine Frau motiviert: Schieben!!! Pause geniessen!!! Denk ans Baby!!! Du schaffst das!!! Mund locker lassen bedeutet auch Beckenbodenmuskeln loslassen.
  • Nehmt Euch Essen und Trinken mit, es kann lange lange dauern.

Keine Sorge: Ihr schafft das - Das wahre Abenteuer beginnt ja erst nach der Geburt.

Wochenbett - Was tun?

Das Wochenbett ist eine unglaubliche Erfahrung. Aus einer schönen Schwangeren wurde eine Frau, die all ihre schönen  Hormone, die in den vergangenen Monaten reichlich flossen und Haut und Haare leuchten ließen, im Kreißsaal lassen musste.

Mit dem Verlust der Placenta stürzten die weiblichen Hormone buchstäblich in den Keller durch den lockeren Beckenboden hindurch, direkt in das Verlies der Tränen, der Harn- und Schweißflut.

Ein empfindsames, schutzloses, dünnhäutiges, dauermüdes Wesen ist geboren worden: Das Muttertier!

Das Muttertier kämpft in den ersten Tagen nach der Geburt - 2 Wochen lang - genannt Frühwochenbett, mit vielen Dämonen:

  • Die Milch kommt nicht oder zu spät, der Busen ist riesig und rot und heiss und kann nicht für sexuelle Erfahrungen genutzt werden, da ein Babymund ständig dran nuckelt,
  • Der Wochenfluss fliesst als Blut und später als Wundheilungssekret aus der Vagina und soll nicht mit Tampons gestoppt werden.
  • Das Baby schläft vielleicht doch nicht so viel wie in den Büchern steht.
  • Und der schlimmste Feind im Haus ist der „Besuch“. Mögen die Schwiegermütter sich erinnern, wie verletzlich und sensibel sie damals selbst waren, so früh nach einer vielleicht anstrengenden Geburt.
  • Auch die Kommunikation, die niemals abreißt, per Handy und Mails, kann einfach nur ein „Zuviel“ sein.

Was tun?

Die Milch fliesst besser, wenn ihr viel liegen bleibt und dem alten Hebammenspruch vertraut:

  • 1. Woche so gut wie nie das Bett verlassen.
  • 2. Woche so gut wie nie das Zimmer verlassen.
  • 3. Woche so gut wie nie das Haus verlassen.

Danach geht’s steil aufwärts, aber das Wochenbett dauert 40 Tage, das sind eben 6 Wochen und nicht 2, wie gehofft.

  • Kuschelt mit dem Baby.
  • Riecht am Baby.
  • Heult so viel Ihr müsst.
  • Lasst Euch viel Raum und Zeit, um die Bilder der Geburt zu verarbeiten. Das kommt durch zu viel Aussenkontakte oft zu kurz.

Wenn der Busen heiß und rot ist, macht Umschläge:

  • Mit zimmerwarmen Magerquark (das ist der fettarme...) eine Baumwollwindel ca. 1-2cm hoch, wie ein dickes Quarkbrot eben, bestreichen- auf die Brust legen, ca. 20 Minuten drauflassen, wird hart wie Gips, abnehmen, bisserl abwaschen übers Waschbecken gebeugt, gleich wieder ins Bett kriechen, schlafen so viel wie möglich, Ruhe und Hülle sind die grössten Heiler, sagen die Anthroposophen.

Oder macht Retterspitz-Wickel (gibt’s in Apotheken: Retterspitz äusserlich Tinktur) riecht toll, ist abschwellend, kühlend und entzündungshemmend:

  • Baumwollwindel in verdünnte Lösung (ein kleines Gefäß mit einem „Schuss“ Retterspitz und etwas Wasser.... 50 : 50 ist für empfindliche Haut, ich hab's gerne unverdünnt verwendet...) tauchen, ausdrücken, auswringen bis es nicht mehr tropft aber schön durchfeuchtet ist, den Busen damit einwickeln oder auflegen, noch ein Tuch drüber legen, damit die Dämpfe nach innen wirken können, 30 Minuten drauflassen, wenn zu schnell trocken dann früher wechseln bis 3 x wechseln und immer wieder und wieder ab ins Bett.

Wochenfluss

  • Einfach ablaufen lassen, sich fruchtbar (fruchtbar ist was anderes als furchtbar...) fühlen wie ein Granatapfel, archaisch blutend, so wie die Muttergöttinnen aus fernen Urzeiten. Ihr habt geboren, das ist doch ein unglaubliches Wunder gewesen.
  • Falls Klumpen oder Koagel drin sind: Ignorieren. Hebamme fragen, wenn es komisch riecht. Alte Unterhosen tragen und gleich wegschmeissen. Grosse Einlagen für Babys kaufen, Flockenwindeln oder Fliesswindeln sind billiger als Damenbinden und halten nachts besser, falls Ihr versehentlich mal durchschlafen solltet.
  • Keinen ungeschützten Sex. Dem Mann für das nächste Jahr Sex versprechen, falls nicht schon Dezember ist.
  • Nicht in die Badewanne gehen, solange Wochenfluss da ist, lieber vorerst nur duschen.
  • Allerweichstes Super-deluxe-ungebleichtes-handgepflücktes-Kaschmir-4-8-lagiges Klopapier kaufen, da die Scheide noch empfindsam ist.
  • Wenn Fieber auftritt, gleich die Hebamme anrufen.
  • Falls das Baby sehr unruhig ist und viel weint, holt Euch professionelle Hilfe bei den Therapeuten von der EEH (Emotionale erste Hilfe) z.B. Petra Neisari oder Monika Mörtlbauer.

Besuchsverbot

Sagt allen Menschen, die Euch stressen könnten, gleich ab. Sagt einfach: Ihr hättet Fieber, das bekommt die Frau sowieso schneller als sonst im Wochenbett, sobald Sie Stress hat.

Sagt auch den Menschen ab, die Ihr mögt! Die stressen Euch auch, das merkt Ihr nur erst viel später. Schaltet Eure Handys ab, es geht viel zu viel Lebenszeit damit verloren, allen Leuten das gleiche dauernd wieder zu erzählen. Bleibt erst mal zu dritt oder viert in Eurer kleinen neuen Runde und spürt, wie kostbar diese erste Zeit ist und wie schnell sie verfliegt und wieviel Schutz sie braucht.

„Und jedem Anfang liegt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...“

Hermann Hesse